So, jetzt bin ich nach 4 Tagen Reisen tatsächlich auf Tarawa angekommen. Wir wurden sehr herzlich empfangen und haben seitdem eine Menge erlebt. Wir haben Kokosmilch getrunken ( super lecker), sind in einem Korallenriff geschwommen, haben die Menschen in der KPC ein wenig kennengelernt und haben die Mythen& die dazugehörigen Orte besucht. Es ist beeindruckend, wie viel Mühe sich die Menschen hier geben. Alle sind sehr freundlich, hilfsbereit und nett.
Dank Ventilatoren ist sogar die heutige Hitze von 35° gut auszuhalten ( aber auch nur, weil wir drinnen sind. Heute morgen waren wir in der Kirche, die um einiges anders ist, als das was man aus Deutschland kennt. Man geht barfuß in die Kirche, alle haben sich die beste Kleidung angezogen und dann begann der Chor zu singen, die Gemeinde stimmte ein. Alle kannten die Lieder und es wurde mitgesungen. Es klang so anders als bei uns in Deutschland, aber gleichzeitig so schön.
Die Karte zeigt euch, wo Tarawa liegt . Das ist die Hauptinsel und dort werde ich die nächsten 3 Monate leben. Nächste Woche darf ich mit auf eine Youth Convention. Die findet in Arorae statt. Arorae ist laut Wikipedia eine 1 km breite und 9 km lange Insel. Darauf und auf den Flug bin ich schon echt gespannt. Die Themen von dieser Youth Convention klingen echt spannend. Gerade solche Themen, wie Klimawandel oder HIV/AIDS sind doch se
hr wichtig und ich bin gespannt, wie hier damit umgegangen wird. Wenn ich wieder da bin, werde ich euch hier mehr berichten. (Die beiden Inseln sind auch rot unterstrichen. )
Des Weiteren habe ich beschlossen, ein wenig mehr Kiribati zu lernen. Ich denke, dass wird notwendig sein, um mit vielen Menschen reden zu können und nicht immer jemanden bei mir zu haben der Englisch spricht. Heute im Gottesdienst habe ich schon 3 Worte verstanden: 12, 2 und Hallo ( Mauri). Ein Fortschritt für mich ;)
Das Bild rechts zeigt den äußersten Punkt Tarawas.Dort waren wir am Samstag, um uns die Orte anzusehen, wo Riki ( Schöpfergott) Himmel und Erde getrennt hat,damit die Menschen nicht mehr kriechen müssen.
Das Bild mit den Fischen zeigt ein heiles Korallenriff, das vor Farbe ( sieht man nicht so gut) nur so sprüht. Überall flitzen kleine Fische herum, die man aus dem Aquarium kennt. Doch auf der ganz rechten Seite des Bildes sieht man auch ein abgestorbenes Riff. Die bilden das genaue Gegenteil zu dem lebenden Riff: Sie sind trist und sehen schrecklich langweilig aus. Wenn man bedenkt, wie viele Lebensräume durch Klimaerwärmung beschädigt oder sogar zerstört werden, bekomme ich einen dicken Kloß im Hals. Auf Kiribati sieht man überall "Sea walls". Diese sollen dem Meer die Kraft nehmen, und das Abtragen der Landfläche verlangsamen, eine echte
Sisyphus Aufgabe, weil das Wasser immer dort hingeht, wo es die meiste Kraft hat. Es müsste dannach die ganze Insel mit einer Mauer aus einzemitierten Sandsäcken umgeben- eine schlichtweg unmögliche Aufgabe.
Hier noch einmal ein Bild, was besonders Sonja gut gefallen dürfte. Es hat mich irgendwie an deine Zimmerwand erinnert ^^ ( nur ein wenig). Dieses Bild haben wir Samstagabend am Strand vor der Haustür gemacht. Ich weiß es ist Kitsch Pur, aber das darf ja auch mal sein... :)
Hier ist noch einmal eine Kokosnuss abgebildet. Außen besteht sie, wie ich inzwischen gelernt habe, aus einem Fruchtfleisch und Innen bildet sie die Schale. Diese hier war noch nicht reif. Man kann aber schon die leckere Milch sehen. :D
Samstag, 29. August 2009
Die ersten Tage
Eingestellt von Maylis um 22:51
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